Skelettszintigraphie

Zeitaufwand und Vorbereitung

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht nötig. Der Zeitaufwand beträgt 4-5 Stunden incl Wartezeit.

Strahlenexposition

Die Strahlenexposition liegt bei ca. 1.3 mSv (zum Vergleich: Röntgen Becken 1 mSv)

Die natürliche Strahlenexposition in Deutschland liegt bei ca. 2 mSv pro Jahr.

Ziele der Untersuchung

  • Nachweis bzw. Ausschluß von Knochenmetastasen

  • Nachweis von Frakturen bzw. eines gestörten Heilungsverlaufes

  • Entzündungsnachweis

  • Nachweis einer Lockerung von Endoprothesen

  • Nachweis von Verschleißerscheinungen am Skelettsystem

sowie Indikationsstellungen, bei denen ein erhöhter Knochenstoffwechsel auftritt

Ablauf der Untersuchung

  • Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene

  • Je nach Fragestellung werden Frühaufnahmen angefertigt (Dauer ca. 20 min)

  • Nach 2-4 Stunden erfolgt die Hauptuntersuchung an der Kamera (Dauer ca. 1 Stunde)

  • Zwischen der Injektion u. der Aufnahme nach Möglichkeit viel trinken

  • Nebenwirkungen oder Allergien sind durch die Substanz nicht zu erwarten

Patient mit Normalbefund

Patient mit Knochenmetastasen

Die Skelettszintigraphie ermöglicht krankhafte Veränderungen indirekt durch den Knochenstoffwechsel zu erfassen. Eine verstärkte Anreicherung der radioaktiven Substanz als Ausdruck eines erhöhten Knochenstoffwechsels kann verschiedene Ursachen haben wie z.B. eine Entzündung, ein Knochenbruch, Arthrose oder Knochenmetastasen eines Tumors.

Sie sollten am Untersuchungstag viel Zeit mitbringen. Sie brauchen nicht nüchtern zu sein. Morgens bekommen Sie die Spritze mit der radioaktiven Substanz. Diese hat keinerlei Nebenwirkungen und ist auch bei Kontrastmittelallergie problemlos verträglich.

Je nach Fragestellung werden Frühaufnahmen vor der Gamma-Kamera angefertigt. Da der Knochenstoffwechsel relativ träge ist, erfolgt die eigentliche Skelettuntersuchung erst nach 2-3 h und dauert ca. 1 h.


Marmorknochenkrankheit (Osteopetrose, Osteopetrosis)

Osteopetrose oder auch Marmorknochenkrankheit wird häufig durch eine erbliche Unterfunktion der knochenabbauenden Zellen verursacht. Es finder eine ungerichtete Anhäufung von Knochengewebe statt. Dieses ist jedoch in der Stabilität gemindert, so das es zu häufigen Knochbrüchen kommen kann.

Patient mit Marmorknochenkrankheit (Osteopetrose, Osteopetrosis)


Osteomalazie

Osteomalazie ist eine Mineralisationsstörung des Knochens im Erwachsenenalter. Die Ursache hierfür ist meist ein Vitamin D-Mangel. Es kann zu Muskelschwäche, Ermüdbarkeit und zunehmende Schmerzen am Skelett kommen.

Patient mit Osteomalazie