Schilddrüsenuntersuchung
Zeitaufwand und Vorbereitung
Für die komplette Schilddrüsendiagnostik brauchen Sie nicht nüchtern zu sein. In der Regel dauert die gesamte Untersuchungsdauer 1-2 Stunden.
Ziele der Untersuchung
Nachweis bzw. Ausschluß einer vergrößerten oder strukturveränderten Schilddrüse
Nachweis von Funktionsstörungen der Schilddrüse
Ablauf der Untersuchung
Vielleicht hat Ihr Hausarzt aufgrund bestimmter Beschwerden bei Ihnen den Verdacht auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse geäußert oder vielleicht leiden Sie unter Schluckbeschwerden oder einem Kloßgefühl im Halsbereich. Auch dies kann ein Hinweis auf eine Erkrankung der Schilddrüse sein.
Erkrankungen der Schilddrüse können sowohl ihre Größe und Struktur als auch ihre Funktion betreffen. Die häufigste Schilddrüsenerkrankung in Deutschland ist der "Kropf", eine Vergrößerung und / oder knotige Umbildung der Schilddrüse. Ursache hierfür ist meist Jodmangel.
Funktionsstörungen hingegen äußern sich in einem zuviel oder zuwenig an Schilddrüsenhormonen mit entsprechenden Symptomen. Eine Überfunktion kann sich durch Gewichtsabnahme, Nervosität, Schlafstörungen, Schwitzen, Herzrasen u.a. äußern. Die Unterfunktion führt meist zu Müdigkeit, Gewichtszunahme, Frieren u.a.
Um abzuklären, ob Ihre Schilddrüse erkrankt ist,
werden Sie zunächst nach typischen Symptomen befragt und es
erfolgt eine körperliche Untersuchung.
Zur Beurteilung der Stoffwechsellage kann eine Bestimmung der Schilddrüsenhormonparameter in unserem eigenen Labor erfolgen .
Schilddrüsensonographie

Häufig ist es erforderlich, die
Schilddrüse mittels Ultraschall näher zu untersuchen. Die
Untersuchung erfolgt auf einer Liege in Rückenlage und dauert
nur wenige Minuten. Ultraschall ist eine strahlenfreie Untersuchung
und kann problemlos auch bei Schwangeren erfolgen.
Falls die Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten aufweist, ist manchmal eine Schilddrüsenszintigraphie nötig, um den Befund näher abzuklären.
Schilddrüsenszintigraphie
Strahlenexposition
Die Strahlenexposition liegt bei ca. 1 mSv (zum Vergleich: Röntgen Becken 1 mSv)
Die natürliche Strahlenexposition in Deutschland liegt bei ca. 2 mSv pro Jahr.
Ziele der Untersuchung
Abklärung eines sonographisch auffälligen Befundes
Einsatz als Therapiekontrolle (z. B. nach Radiojodtherpie und OP)
Abklärung eines laborchemisch auffälligen Befundes
Ablauf der Untersuchung
Für diese Untersuchung wird Ihnen eine schwach radioaktive Substanz in die Armvene gespritzt. Diese Substanz hat keinerlei Nebenwirkungen. Auch Patienten mit Kontrastmittelallergie vertragen sie problemlos. Sie reichert sich in Abhängigkeit von der Stoffwechselaktivität in der Schilddrüse an. Nach ca. 20 min erfolgt eine kurze Aufnahme im Sitzen vor einer Kamera.
Mit dieser Untersuchung läßt sich eine Art "Funktionslandkarte" der Schilddrüse erstellen. Man erkennt Bereiche der Schilddrüse, die zuviel oder vermindert arbeiten ebenso wie Störungen, die die gesamte Schilddrüse betreffen.
In Zusammenschau mit Ultraschall und den Laborwerten läßt sich somit eine Aussage über die Größe, die Lage und die Funktion der Schilddrüse treffen. Ebenso kann man Knoten oder Zysten besser charakterisieren.
Feinnadelpunktion:
Bei Vorliegen einer großen Zysten, einer Einblutung oder eines suspekten Szintigrafiebefundes ist ggf. eine Feinnadelpunktion der Schilddrüse erforderlich.
Die Punktion erfolgt in Rückenlage unter Ultraschallkontrolle ist nicht schmerzhaft und dauert maximal eine Minute. Nebenwirkungen sind in der Regel nicht zu erwarten.
Die Punktion ist unter der Einnahme von Gerinnungshemmern (z.B. Marcumar) eingeschränkt möglich.
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Unauffälliger Befund |
kalter Knoten |
heisser Knoten bzw. autonomes Adenom |




